Bunbury und Busselton

02.12.12 – 05.12.12

 

Weiter ging es Richtung Süden.

Wir folgten der alten Küstenstraße bis nach Bunbury, wo wir unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit anfuhren. Da wir, aufgrund der Tatsache, dass wir bei Britz den Camper gebucht hatten, auf allen BIG 4 Campingplätzen in Australien einen Rabatt von 10 % bekommen, fiel unsere Wahl auch für diese Nacht wieder auf einen solchen (auch unsere erste Übernachtung in Perth war auf einem BIG 4 Campingplatz).

Diese Campingplätze gehören in Australien zwar zu den teuersten, sind aber -nach unseren bisherige Erfahrungen- mit die saubersten und mit dem Rabatt meist –wenn überhaupt- nur gering teurer, als andere Camps.

Auf dem Platz angekommen, fragten wir bei dem Besitzer nach, wie es mit einem Internetzugang für unser Netbook aussähe. Verwöhnt aus Südostasien, wo jedes noch so kleine Gästehaus einen freien Internetzugang besitzt, mussten wir uns hier mit den neuen Gegebenheiten arrangieren.

Diese sehen folgendermaßen aus: Zum einen besitzt nicht jeder Campingplatz einen Internetzugang und zum anderen sind diese, wenn vorhanden, NIE kostenfrei sondern fordern eine ganze Stange Geld… So empfahl uns der Besitzer, dass er, wenn er sich in unserer Lage befände, zu Mc Donalds gehen würde, denn hier hätte man einen kostenfreien Internetzugang. Der einzige Nachteil sei, dass der Zugang SEEEEHHHHHHRRRR langsam sei.

Bevor wir uns allerdings auf den Weg zu Mc Doof begaben, gingen wir noch an den Strand. Der nette Man hinter dem Tresen, der uns auch schon bezüglich des Internets weitergeholfen hatte, meinte, dass der Strand nur ca. 1 km entfernt sei. Hier sei erwähnt, dass der gemeine Australier jede, aber auch wirklich jede kleine Strecke mit dem Auto überwindet und nur dann zu Fuß geht, wenn es sich wirklich überhaupt nicht vermeiden lässt. Somit könnt ihr euch natürlich vorstellen, dass es sich bei einer Strecke von einem Kilometer, abgeschätzt von einem Australier, um mindestens die doppelte Entfernung handelt.

Wir gingen also mehrere Kilometer, bis wir den Strand erreichten (und das nicht etwa, weil wir uns verlaufen hätten oder extra einen Umweg gegangen sind…). Es hatte aber auch sein Gutes, dass die Strecke zum Wasser weiter war, als gedacht, denn so hatten wir zumindest ein wenig Bewegung nach einem ganzen Tag nur im Auto herumsitzen.

Auf dem Nachhauseweg statteten wir dann der oben bereits erwähnten Fastfoodkette einen Besuch ab, um den Segnungen der modernen Zivilisation zu frönen, sprich das Internet zu nutzen. Die Temperatur in diesem Etablissement lag knapp über dem Gefrierpunkt, so dass wir schon nach kürzester Zeit (die Bestellung war gerade aufgegeben) anfingen zu frieren. Wir rissen uns aber zusammen und hielten uns tapfer in dem Gebäude auf, um noch die ein oder andere Mail bzw. Aktualisierung unserer Internetseite vorzunehmen.

Erst als sich unsere Lippen sowie die Akren bläulich färbten und wir zu befürchten hatten, die ersten Gliedmaßen aufgrund einer Erfrierung zu verlieren, beendeten wir unsere Internetsitzung und verließen das Gebäude mit dem gelben Schriftzug auf dem Dach.

 

Nach einer erholsamen Nacht fuhren wir am folgenden Tag weiter nach  Busselton. Der Campingplatz, den wir hier auswählten, lag zwar ein bisschen außerhalb der Stadt, dafür aber unweit des Strandes. Die Nähe des Strandes nutzen wir auch gleich am selben Tag noch aus, um dort die noch verbliebene Zeit liegender-, entweder lesender- (Susi) oder –mit einem Hörspiel auf den Ohren- schlafenderweise (jetzt dürft ihr einmal raten wer diese Art bevorzugte) zu verbringen.

Auch hier mussten wir wieder feststellen, dass das Abschätzen von Weiten nicht gerade eine Stärke der Australier ist. Denn wir hatten uns für den nächsten Tag vorgenommen, den nächstgelegenen Supermarkt nicht, wie von der Angestellten des Campingplatzes empfohlen, mit dem Auto anzufahren, sondern in per pedes zu erreichen, um dort einzukaufen.

Die angegebenen 2 km zogen sich wie Gummi, was auch damit zu tun hatte, dass wir in der prallen Sonne um die Mittagzeit (jaja, ich weiß, das war unsere eigene Schuld…) uns auf dem Weg befanden. Was aber am meisten nervte, waren die Fliegen, die die gesamte Zeit um einen herumflogen. Diese setzten sich nicht wie bei uns in Deutschland auf die Schulter, oder ein anderes Körperteil, sondern versuchen die ganze Zeit sich entweder ans Auge oder an den Mund zu setzten oder ins Ohr oder in die Nase zu fliegen. Jeder, der schon mal in Australien war, wird mir hier beipflichten, dass diese Fliegen wirklich die Hölle sind…

In dem IGA (so hieß der Supermarkt) angekommen, stellten wir fest, dass die Lebensmittel noch um einiges teuer waren, als im in der Stadtmitte befindlichen Woolworths. Somit entschieden wir uns, außer einer Flasche Wasser, nichts zu kaufen und begaben uns wieder auf den Rückweg. Bewaffnet mit einem Ast versuchten wir der Seuche Schmeißfliege Herr zu werden, was sogar ganz gut klappte…

Am Campingplatz angekommen bestiegen wir unseren Wagen und fuhren mit diesem in die Stadt, um dort die zum Überleben notwendigen Dinge (wie z. B. Schokolade und Spekulatius) einzukaufen. Hierbei stellten wir zusätzlich fest, dass der Weg, den wir vorher gegangen waren etwa einer Strecke von 5 km (einfache Strecke!!!) entsprach.

Nachdem wir aber eingekauft hatten, konnten wir die verbrauchten Kalorien direkt wieder zu uns nehmen…

Den Rest des Tages verbrachten wir zuerst faulenzend am Pool und später am Strand.

Wer sich jetzt überlegt, warum wir an den Pool gehen, wenn doch das Meer direkt vor der Tür ist, der hat prinzipiell die gleiche Einstellung wie wir.

Jedoch hätte die Wassertemperatur des Meeres zu erneuten Erfrierungen führen können, wobei die Temperatur des Pools gefühlt nur knapp 1 °C über der des Meeres lag.

 

Zum Fotoalbum Bunbury und Busselton.

Zum nächsten Reisebericht (Kinsley, Jurien Bay, Geralton und Kalbarri).