Carnarvon, Blowholes und Coral Bay

11.12.12 – 15.12.12

 

Auf dem Weg nach Coral Bay legten wir aufgrund der ansonsten zu weiten Entfernung einen Zwischenstopp in Carnarvon ein. Das Örtchen hat nicht allzu viel zu bieten, jedoch fanden wir hier einen sehr schönen Caravanpark (auch wieder einer von BIG 4), wir konnten –für australische Verhältnisse- recht günstig in der Bibliothek ins Internet (und hatten auch noch eine schnelle Verbindung) und erstanden auf den dort ansässigen Plantagen sehr leckeres Obst.

Um Früchte einzukaufen, fanden wir einen kleinen Verkaufsstand, der an ein bäuerliches Anwesen angegliedert war und in dem eine sehr nette, ältere Dame das leckere und recht günstige Obst sowie Gemüse feilbot. Hier kauften wir Wassermelone, Tomaten und eine Gurke. Bei einem anderen Bauern erstanden wir noch Bananen und Cocktailtomaten (zwar nicht viel günstiger als im Supermarkt, dafür aber geschmacklich sehr lecker).

 

Wir nutzten das Internet, um uns über Flüge von Perth nach Sydney zu informieren. Da uns aber der richtige Überblick fehlte, beschlossen wir ein ortsansässiges Reisebüro aufzusuchen und uns von diesen beraten zu lassen. Schnell war unser Problem der Dame hinter dem Tresen erklärt und sie gab uns zuerst eine günstige Hotline von Jetstar, über die wir unseren Flug von Darwin nach Sydney schon von Deutschland aus gebucht hatten.

Sie erklärte uns, dass wir über diese Hotline nachfragen könnten, ob die Möglichkeit bestünde, den Flug umzubuchen, um direkt von Perth nach Sydney zu fliegen. Ferner sollten wir nachhorchen, ob es durchführbar sei den neuen Flug mit dem von uns vor mehreren Monaten beglichenen Flug (von Darwin nach Sydney) zu verrechnen.

 

Gesagt, getan. Susi und ich gingen zu einem öffentlichen Fernsprecher und Susi oblag die zweifelhafte Freude mit der Dame der Hotline von Jetstar zu sprechen. Wir hatten uns natürlich vorher erkundigt, wie teuer ein Flug von Perth nach Sydney sei. Die Dame der Hotline war leider nicht gut aufgelegt und pflaumte als erstes Susi an und wollte wissen, woher sie die Nummer habe, denn diese sei NUR für Reisebüros reserviert. Auch errechnete die Dame uns nach kurzer Erklärung unseres Sachverhaltes einen von uns zu zahlenden Betrag, der um mehrere hundert Dollar über dem lag, der von Jetstar im Internet für einen einfachen Flug von Perth nach Sydney angeboten wurde. Auf unser Nachfragen, warum der Flug denn so teuer sei, obwohl wir für den Flug von Darwin nach Sydney schon bezahlt hätten, antwortete diese, dass es aufgrund der Umbuchungsgebühren sei. Dankend verabschiedete sich Susi von der Dame und wir stiefelten zurück zum Reisebüro.

Hier schilderten wir unser Problem und die nette Dame erklärte sich bereit selbst bei der Hotline anzurufen, meinte aber auch schon, dass es wohl günstiger sei, einen Flug von Perth  nach Darwin zu buchen und von dort aus unseren Flieger nach Sydney zu nehmen.

Nachdem die Reisekauffrau mit der Hotline diskutiert hatte, bekam sie nach längerem Hin und Her einen Preis für die Umbuchung genannt, der schon mal um 300 $ unter dem lag, den eine andere Jetstarmitarbeiterin uns wenige Minuten vorher genannt hatte.

Warum so eine Differenz bestünde, konnte sie uns auch nicht mitteilen. Jedoch war der Preis immer noch um einiges höher, als die von ihr vorgeschlagene Route. So entschieden wir uns für die Variante von Perth nach Darwin und von dort weiter nach Sydney zu fliegen.

Bevor wir buchten, fragte die zuvorkommende Reisekauffrau noch, ob wir die Änderung unserer Camperrückgabe schon mit Britz abgesprochen hätten. Das hatten wir selbstredend noch nicht, buchten den Flug aber trotzdem und meinten, dass wir im Anschluss alles weitere mit Britz klären würden.

Leider hatten wir nicht mit dem TOLLEN Kundenservice von Britz gerechnet und dummerweise auch nicht das Kleingedruckte in den Konditionen des Vertrages ausreichend studiert. Denn bei unserem Anruf bei Britz teilte uns die Dame mit, dass für die Änderung des Abgabeortes ein Betrag von mehreren hundert Dollar fällig werden würde und dieses auch in den Konditionen des Vertrages schriftlich festgehalten sei. Völlig konsterniert beendete Susi das Telefongespräch und wir berieten, was wir nun tun wollten.

Glücklicherweise hatte ich den Camper über eine Zwischenfirma im Internet gebucht (Globalcampers.com) und ich konnte den „Camperdude“ Kolja, eine meiner Kontaktpersonen, auch per Skype telefonisch erreichen. Dieser setzte alle Hebel in Bewegung und schlug für uns einen um einiges niedrigeren Preis, den wir für die Umbuchung zu zahlen haben, heraus.

An dieser Stelle  möchte ich Kolja für seinen Einsatz danken!!! Wer also irgendwann einen Camper für Australien buchen will, kann sich mit gutem Gewissen an diesen Anbieter im Internet wenden!

 

Am nächsten Tag fuhren wir dann in aller Herrgottsfrüh weiter gen Norden. Bevor wir Coral Bay erreichten, hielten wir noch an einem Küstenabschnitt, an dem man Blowholes beobachten konnte.

Hierbei handelt es sich um im Felsen befindliche Löcher, durch die in regelmäßigen Abständen durch die Wellen Wasser gepustet wird und man dieses Schauspiel als Fontäne bestaunen kann. Hier durfte meine Kamera wieder mal unter Beweis stellen, was in ihr steckt und die Fontänen bildlich auf den Speicherchip bannen.

Nun fuhren wir nach Coral Bay an das Ningalooreef, um in einem direkt am Strand befindlichen Park die nächsten zwei Nächte zu verbringen.

Dort angekommen stellten wir unseren Wagen ab und erkundeten erstmal die Meeresküste. Wir sahen türkisblaues Wasser an einem feinen Sandstrand und wussten, dass wir den nächsten Tag faulenzend am Strand verbringen würden. Wir beschränkten uns aber nicht nur aufs faul in der Sonne (Susi) oder im Schatten (ich) braten, sondern mieteten uns für den Tag je eine Schnorchelausrüstung. (Anmerkung Susi: Ich war nur in der Sonne, weil man im Schatten aufgrund des starken Windes erfroren wäre, in der Sonne jedoch fast verbrennt…ein ganzschönes Dilemma, noch dazu ist die australische Sonne für die Haut ja nicht gerade die gesündeste!)

Das Besondere an dem Küstenabschnitt ist, dass ein Korallenriff nicht weit entfernt des Strandes beginnt und man dieses sehr einfach vom Strand aus erschnorcheln kann ohne vorher großartig mit einem Boot herausfahren zu müssen. So begaben wir uns ins kalte, sofern man keinen Neoprenanzug anhatte, gänsehauthervorrufende Wasser und erfreuten uns der schönen, bunten Unterwasserwelt.

Leider hatte Susis Schnorchel ein Leck, so dass sie in regelmäßigen Abständen den Mund voll Salzwasser hatte. Zum Gurgeln bei Halsschmerzen mag Salzwasser sehr gesund und heilend sein, beim Schnorcheln ist es im Mund aber an ganz und gar falscher Stelle. Nach einem kurzen Spaziergang zum Verleih, stand aber dem Schnorcheln allein noch die niedrige Wassertemperatur im Wege. Wir legten zwischen den drei Schnorchelgängen, die wir veranstalteten Aufwärmphasen ein, wobei Susi es doch immer um einiges länger im Wasser aushielt als ich (soviel zum „starken“ Geschlecht…).

Die Abende hätten wir uns gerne mit Skrabelspielen verkürzt. Da machte uns aber die steife Brise einen Strich durch die Rechnung, wollten wir nicht unsere Karten über den gesamten Campingplatz verteilen.

Der eine Tag am Strand war für uns ausreichend und so fuhren wir am nächsten Tag wieder nach Carnarvon zurück.

Mit dem Wissen, dass wir unseren Camper jetzt wirklich in Perth abgeben konnten, begaben wir uns auf den weiteren Weg zurück in den Südwesten Australiens.

 

Zum Fotoalbum Carnarvon, Blowholes und Coral Bay. 

Zum nächsten Reisebericht (Von Greenough über Mandurah nach Pinjarra).