Perth, Darwin und Sydney

26.12.12 – 29.12.12

 

Es klappte alles wie am Schnürchen. Nach 4985 km gaben wir den Camper bei Britz wieder ab und die Abnahme dauerte, da wir glücklicherweise keinen Unfall hatten und wir das Wohnmobil handfegersauber zurückgaben, nur eine gute Viertelstunde.

Wir mussten nach der Abgabe nicht lange warten und Rahima sammelte uns dort ein, um uns mit zu sich nach Hause zu nehmen. Ihr Haus ist etwas älteren Jahrganges (ca. 1890), eines der letzten Häuser in der Umgebung, welches noch im Originalzustand ist und wohl das Letzte, welches ein Außenklo besitzt. Auch kann man bei dem Klo die Tür nicht schließen (will man nicht während des Geschäftes von tausend Spinnen angegafft werden), aber so hat man einen wunderbaren Blick auf den schönen, etwas verwilderten Garten.

Leider sind ein paar Teile des Hauses ein weinig baufällig und da Rahima des Öfteren wochenweise nicht daheim ist, haben sich ein paar Kakerlaken dort häuslich eingerichtet. An und für sich finde ich Kakerlaken nicht schlimm, jedoch verlegten wir unser Abendessen aus dem Garten nach drinnen, nachdem einige der Kakerlaken von meinem Wein trinken und unseren Käse annektieren wollten.

Das Abendessen war sehr gut und lecker und die Unterhaltung dabei sogar noch besser. Rahima ließ uns bei sich im Haus auf dem Bett ihres Sohnes (der zurzeit in Thailand lebt) schlafen und die Nacht war sehr erholsam, wenn auch kurz.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen und Abschied nehmen. Wir hatten aber sogar noch das Privileg von Rahima zum Flughafen kutschiert zu werden, um nach Darwin zu fliegen.

An dieser Stelle noch mal ein dickes, fettes DANKESCHÖN an Rahima und ihre WUNDERVOLLE Gastfreundschaft!!!

 

In Darwin angekommen nahmen wir den Shuttleservice um ins Stadtzentrum zu gelangen. Hier angekommen, suchten wir uns ein günstiges Backpackerhostel, in dem wir die nächste Nacht verbringen wollten. Bevor wir eincheckten, erkundigten wir uns, ob wir den nächsten Tag bis um 23 Uhr im Hostel (nicht in dem von uns gebuchten Zimmer, sondern lediglich wassergeschützt unter dem Vordach) verweilen könnten. Die Dame hinter den Tresen meinte, dass das ABSOLUT kein Problem sei. Auch müssten wir nicht die eigentlich fällige Gebühr, die beim Aufbewahren des Gepäcks bis nach 16 Uhr anfallen würde, zahlen.

Somit war für uns alles geklärt und wir buchten uns ein. Leider fiel uns erst beim Betreten des Zimmers eine nicht unbedeutende Kleinigkeit auf. Das Zimmer hatte nur eine Tür… Vergeblich suchten wir den Zugang zum Bad, denn es gab kein eigenes Bad für uns, sondern es gab nur Bäder zum Teilen. Sprich, wir mussten jedes Mal, wenn wir auf die Toilette mussten, aus unserem Zimmer heraus und eine Etage herabsteigen.

Als wir später in die Stadt gingen, statteten wir der Dame an der Rezeption noch einen Besuch ab und sagten ihr, dass es sehr nett gewesen wäre, wenn sie uns vor dem Bezahlen hätte mitteilen können, dass unser Zimmer kein eigenes Bad besitze. Diese antwortete darauf, dass eigentlich alle Backpackerhostels in Darwin nur geteilte Bäder aufweisen. Glauben konnte ich es nicht, aber nachprüfen wollte ich es auch nicht.

Wir gönnten und ein leckeres Mittagessen und verdauten bei einem Stadtspaziergang. Zum Abendessen haben wir uns in die Küche unseres Hostels gesetzt und zwei sehr nette Kanadier (Martina und Andrew) kennengelernt, mit denen wir uns für den nächsten Tag verabredeten, um etwas zusammen zu unternehmen.

Nach dem Essen sind wir ins Kino gegangen und haben uns den ersten Teil des Filmes „The Hobbit – an unexpected journey“ angesehen. Der Film hat mir sehr gut gefallen (Susi fand, dass er zu viele Kampfszenen beinhaltete) und die Landschaftsaufnahmen haben unsere Vorfreude auf Neuseeland noch verstärkt.

Am nächsten Morgen trafen wir uns wie verabredet mit Martina und Andrew und fuhren in den Litchfield Nationalpark, um dort schwimmen zu gehen und die Natur zu genießen, respektive mehrere Wasserfälle zu bestaunen.

So gegen 16.30 Uhr kamen wir nach einem gelungenen Tag wieder an unserem Hostel an. Bevor wir uns aber dort zurückmeldeten, um unsere Rucksäcke, die wir haben einschließen lassen, abzuholen, liefen wir noch zu einem Supermarkt, um unser Abendessen einzukaufen.

Um 17 Uhr waren wir zurück und jetzt begannen die Probleme…

An der Rezeption saß eine andere Dame als am Vortag (wohl die Chefin) und diese meinte milde lächelnd, dass wir eigentlich die Gebühr für das Gepäck zahlen müssten, da aber gerade Weihnachten sei, würde sie darauf verzichten. Jedoch hätten wir unmittelbar nach Erhalt unseres Gepäcks das Hostel zu verlassen. Auch würden wir dann erst die für das Gepäck hinterlassene Kaution erhalten. Daraufhin wandten wir ein, dass uns die Dame vom Vortag (sie stand sogar die gesamte Zeit des Gesprächs neben uns) gesagt hätte, dass wir bis zum Abholen durch den Shuttleservice bleiben könnten.

Die Chefin sagte, dass das nicht möglich sei und wir spätestens um 20 Uhr, wenn sie die Gitter schließt, herausgeschmissen würden. Auch würden wir die Kaution erst um 20 Uhr erhalten und dass wir um diese Uhrzeit bei ihr vorbeikommen müssten, um das Geld zu holen. Ein wenig angesäuert… NEIN eigentlich total STINKIG, verließen wir die Rezeption und gingen beide noch duschen, bevor wir uns unser Abendessen (natürlich im Hostel) kochten. Wir befürchteten, dass wir um 20 Uhr die Kaution nicht zurückbekommen würden und bestellten den Shuttleservice für 21.30 Uhr (statt für 23 Uhr), denn wir wollten eher früher als später aus dem Hostel verschwinden (auch wenn wir dann länger am Flughafen herumsitzen mussten).

Oh Wunder, erhielten wir um 20 Uhr doch unsere Kaution und die Dame war plötzlich zuckersüß und meinte, dass wir so lange bleiben dürften, bis wir abgeholt würden.

Um 1 Uhr in der Nacht brachte uns der Flieger nach Sydney, wo wir nach ca. vierstündigem Flug um 6.30 Uhr Ortszeit ankamen. Die Nacht im Flugzeug war mehr schlecht als recht und somit stiegen wir gerädert aus, um Sydney zu erkunden. Da der Flieger nach Christchurch um 18.40 Uhr des gleichen Tages startete, hatten wir ungefähr acht Stunden, um uns in Sydney umzusehen.

Nachdem wir uns zuerst die Harbourbridge und die Oper angesehen hatten, suchten wir uns zunächst ein Café, um ein Frühstück zu uns zu nehmen. Wir fanden auch ein pitureskes, italienisches Café, in dem wir leckeren Kaffee sowie Baguettes und Müsli bekamen. Hiernach spazierten wir durch Sydney, bevor wir uns im botanischen Garten ein schattiges Plätzchen suchten, um zu relaxen.

Mit dem Airporttrain ging es wieder zurück zum Flughafen, um unseren Aufenthalt in Australien zu beenden und unsere Reise in Neuseeland fortzusetzen.

 

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