Thakhek

03.11.12 – 05.11.12

 

Nach einer mehr oder weniger guten Nacht im „Leenah“ ließen wir uns von einem Tuk Tuk zum Busbahnhof bringen, um von dort einen lokalen Bus nach Thakhek zu nehmen.

Auch in diesem Bus waren wir die einzigen Ausländer und wurden freundlich von allen Mitreisenden begrüßt.

Wenn man mit lokalen Bussen in Laos reist, sollte man wissen, dass die Fahrt länger dauert als mit den VIP-Bussen. Wieviel länger es dauert, ist aber individuell davon abhängig, welche „Geschäfte“ der Busfahrer und seine Kompagnons zu erledigen haben…

Auf unserer Fahrt wurde zwischendurch eine komplette Fenster- und Türenausrüstung aus Holz in unseren Bus eingepackt und transportiert. Die Holzrahmen nahmen die hinterste Sitzreihe des Busses sowie das letzte Viertel des Ganges in Anspruch und die Türen wurden in die Staufächer unter dem Bus eingeladen, so dass unsere großen Rucksäcke kurzfristig einen VIP-Platz in der Reihe vor uns erhielten.

Ansonsten, abgesehen von den „üblichen“ Dingen wie Essen einkaufen und schmatzenderweise vertilgen, sowie ohne ersichtlichen Grund eine halbe Stunde am Straßenrand stehen, gab es während der Fahrt keine weiteren, erwähnenswerten Aktionen.

 

Am Busbahnhof von Thakhek angekommen, wollten wir direkt unsere weiteren Reisemöglichkeiten abchecken und Susi fragte diesbezüglich den hinter einer Glasscheibe sitzenden Angestellten. Dieser verwies allerdings erstmal auf seinen Nachbarn, der Susi auslachte und sich wegdrehte. Also versuchte ich mein Glück, hatte jedoch den gleichen Misserfolg wie Susi. Somit verlegten wir die weitere Reiseplanung mittels Bus auf später und gingen zum Tuk Tuk Stand, um uns zum ausgesuchten Guesthouse bringen zu lassen.

Die Fahrt war recht teuer, es saßen auch noch zwei einheimische Fahrgäste mit uns im Tuk Tuk, und der Fahrer hatte anfangs KEINE Ahnung, wo die Travel Lodge, zu der er uns bringen sollte, sein sollte.

Erst nachdem wir es ihm –wir hatten mittlerweile die anderen beiden Fahrgäste an deren Ziel  abgesetzt- zum wiederholten Mal auf dem Stadtplan gezeigt hatten, wo er uns absetzen sollte, erreichten wir nach einem Umweg durch die gesamte Stadt (inzwischen hatte sich für uns der Fahrpreis gerechnet –hehe!!!) unsere neue Unterkunft.

Wir erhielten ein großes, sehr schönes, sauberes Zimmer mit Ventilator (leider ohne Klimaanlage) und waren froh, dass wir endlich am Ziel waren. Bevor wir uns jedoch auf die faule Haut legten, erstatteten wir der Touristeninformation einen Besuch. Erneut sah der Weg zu der Information auf unserem Plan näher aus, als er tatsächlich war. Wir kamen jedoch noch bevor der Feierabend eingeläutet wurde an und ergatterten eine eintägige Treckingtour, die am nächsten Morgen starten sollte.

Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft stoppten wir an einem lokalen Suppenstand, um eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Die Suppe schmeckte sehr lecker und die eine Portion, die wir bestellten (sie kostete umgerechnet ca. 50 Cent), reichte sogar aus, um uns beide fürs Erste zu sättigen.

Als wir uns schon mental auf einen kleinen Imbiss in unserem Guesthouse eingestellt hatten –auch schon eine Wassermelone als Nachtisch erstanden hatten-, bemerkte Susi etliche Einheimische, die mit ihren Mopeds in eine kleine Querstraße einbogen. Um in Erfahrung zu bringen, wo diese alle hinströmten, folgten wir ihnen. Wir stellten fest, dass sie alle auf einen Markt gingen, der sich versteckt zwischen Wohnhäusern am Ende der Seitenstraße befand. Hier konnte man alles Erdenkliche zu günstigen Preisen käuflich erwerben. So schlenderten wir erstmal über diesen Markt und kauften uns zum Schluß noch „sticky“ Reis, um damit unser Abendessen zu komplettieren.

Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen, ein Frühstück zu sich nehmen, um so gewappnet die Stunden des Treckings bis zum Mittagessen zu überstehen. Unser Guide war sehr nett und bemüht. Der lokale Guide, den wir nach dem ersten 30-minütigen Marsch in praller Sonne trafen, war jedoch (anders als unser Lokalguide in Savannakhet) so wortkarg wie ein Fisch im Wasser.

Zum Glück war der Großteil der Tour im –mehr oder weniger- schattigen Dickicht, jedoch schwitzten wir wieder wie in einer finnischen Sauna. Während unserer Wanderung kamen wir an verschiedenen Tropfsteinhöhlen vorbei, die allerdings zum größten Teil nicht von uns begangen werden konnten, da dafür das Wasser in der vor kurzen erst begonnen Trockenzeit noch zu hoch stand.

An einer Lagune hätten wir uns dann schwimmenderweise im Wasser abkühlen können, allein dafür fehlte uns die Schwimmkleidung. Auch fanden wir den Vorschlag unseres Guides, mit unserer gesamten Kleidung schwimmen zu gehen nicht gerade verlockend. So saßen wir auf einer durch einen Baumstamm improvisierten Bank, verscheuchten Milliarden nervender Fliegen (ich glaube, dass wir aufgrund der Tatsache, dass die Tour recht schweißtreibend war, auch dementsprechend gerochen haben, was die Schmeißfliegen natürlich äußert verlockend fanden) und warteten darauf, dass unser Mittagessen aufgetischt wurde.

Dieses bestand aus mehreren gegrillten Fischen, sticky Reis sowie gedünstetem Gemüse. Es wurde auf einem Blätterteppich am Boden angerichtet und wir nutzten die uns Menschen von Gott zehnfach gegebenen Werkzeuge (sprich Finger und Daumen), um das Essen in unsere Münder zu befördern. Dieses Mahl war sehr gut und wir begaben uns in der nun folgenden, postprandialen Phase auf den zweiten Teil unserer Expedition.

Leider wurde der lokale Guide nicht wortreicher, sondern ging nur zügig vor uns her, um –so kam es uns vor- so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen. Auf dem letzten Teilstück unseres Ausfluges wurden wir mit einem Tuk Tuk zurück zur Lodge gefahren und der Guide versuchte mir fast die gesamte Fahrzeit ein Gespräch aufs Ohr zu drücken, was mich, der eigentlich keine Lust hatte zu kommunizieren, nicht gerade begeisterte. Hierdurch fiel das Trinkgeld, welches wir ihm am Ende der Fahrt noch zusteckten, nicht gerade üppiger aus…

 

Gerädert von der Tour genossen wir das Abendessen in der Lodge und planten die am folgenden Tag startende Dreitagestour zur Kong Lo-Höhle.

 

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