Vientiane

08.11.12 – 11.11.12

 

Nach einer unspektakulären Busfahrt von Thakhek kamen wir mittags (also im Hellen –Juhuuuuu!!!) in der laotischen Hauptstadt Vientiane an.

Hier wollten wir uns nicht von den Tuk Tuk Fahrern ausbeuten lassen und begaben uns zuerst zu Fuß auf den Weg Richtung Stadtmitte. Da wir aber nicht genau wussten, an welchem Busbahnhof wir abgesetzt worden waren, nahmen wir doch nach kurzer Gehstrecke einen fahrbaren Untersatz in Anspruch und dieses war –wie sich herausstellen sollte- auch eine weise Entscheidung.

Das Tuk Tuk kostete weniger, als die Fahrer an der Busstation uns abknöpfen wollten und die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten. Die Fahrt dauerte aus zwei Gründen so lange. Zum ersten war die Strecke bis zu dem von uns favorisierten Hostel recht weit, und zum zweiten herrschte ein reger Verkehr. Nun waren wir froh, die Strecke nicht gelaufen zu sein.

Der Fahrer ließ uns an dem vereinbarten Punkt aussteigen und wir gingen die letzten Meter zum Hotel. Leider stellten wir hier fest, dass dieses ausgebucht war und wir mussten weiter suchen. Wir ließen uns von der Besitzerin des vollen Hostels Empfehlungen in der unmittelbaren Umgebung geben und suchten das erste empfohlenen Guesthouse auf.

Die Dame sowie der Herr an der Rezeption waren recht unfreundlich und die Zimmer, die uns offeriert wurden, muffelten als ob seit Jahren die Fenster nicht mehr geöffnet worden waren (dieser unangenehme Geruch kann aber auch daran gelegen haben, dass die Fenster zum Flur hinaus gingen…).

So verließen wir auch dieses Hostel. Zum Glück fanden wir aber recht schnell ein schönes, sauberes und zentral gelegenes Guesthouse (mit Namen Mixok), in dem auch noch freundliche Angestellte arbeiteten. Nach Ablegen unserer Rucksäcke und einer erfrischenden Dusche machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um diese zu erkunden.

Es zog uns zuerst zum Mekong, an dem –so laut unserem Reiseführer- sich des Abends etliche Marktstände mit Souvenirs und auch Essen tummeln sollten. Was die Souvenirstände anging, hatte der Reiseführer recht, leider glänzten die Essensstände mit Abwesenheit… (man muss „Stefan Loose“ aber zu  Gute halten, dass er schon zu dem Zeitpunkt des Schreibens 2011 darauf hinwies, dass eine Planung der Befestigung des Mekongufers bestand und im Zuge dieser Planung die Essensstände verschwinden sollten –was beides jetzt leider der Fall war…).

Mit knurrendem Magen suchten wir ein geeignetes Restaurant, das unseren Hunger stillen sollte. Wir fanden eins, welches auf einem Grill leckere Fleisch- und Fischgerichte anbot und gönnten uns hier unsere Mahlzeit. Das Essen war soweit sehr lecker, allerdings hatten wir hier keinen Ventilator, der uns ein bisschen Abkühlung verschaffen konnte, so dass wir vom warmen Essen und den Temperaturen geplättet durch die Stadt schlenderten.

Beim Bummeln kamen wir an einem Fruchtladen vorbei (zum Glück hatten wir schon soweit verdaut, dass wieder etwas in unsere Mägen passte), der günstige Shakes anbot. Dieser hieß auch noch passender Weise „Fruit heaven“. Die Shakes waren äußerst delikat.

Am folgenden Tag erkundeten wir weiter zu Fuß Vientiane. Wir besuchten die einzige, wie  ursprünglich erbaute, erhaltene Tempelanlage. Dann gingen wir weiter zu Vientianes „Arc de Triumphe“, von dem man aus einen schönen Überblick über die Stadt genießen kann.

Das Thermometer hatte mittlerweile schon die 40 °C Marke erreicht, sodass sich der Aufstieg sehr schweißtreibend gestaltete. Bei unserem Weg nach unten wurde eine ältere Dame (um die 75 Jahre) von einer Ambulanz abgeholt. Diese hatte allem Anschein nach einen Hitzeschlag erlitten und wenn wir nicht genug zu Trinken dabei gehabt hätten, dann wäre uns das Gleiche bestimmt auch passiert. Von hier zogen wir weiter zur goldenen Stupa, die etwa 4 km außerhalb des Stadtzentrums liegt. Da wir nach dem langen Spaziergang recht platt waren, gönnten wir uns ein Tuk Tuk, das uns wieder zu unserem Hotel brachte. Der Fahrtwind, der uns hierbei um die Nase wehte, war herrlich erfrischend.

Den übrigen Nachmittag verbrachten wir in zwei Cafés. Das Erste war die „Scandinavian Bakery“, die sehr leckeren, wenn auch nicht ganz preiswerten Kaffee darbot. Auch gönnten wir uns hier noch jeder ein Kaffeestückchen, um unseren Hunger zu stillen. Das Zweite war das „Full Moon Café“, welches keiner weiteren Erläuterung bedarf.

Am Abend suchten wir dann einen Nachtmarkt auf, den wir am Vortag auch schon gesehen hatten und auf dem viele verschiedene, heimische Gerichte angeboten wurden. Wir investierten also unser Geld in sticky Reis, gebratenes Hähnchen sowie gekochtes Gemüse und genossen das Mahl. Hierfür hatten wir uns (die Speisen wurden alle –TOTAL umweltfreundlich- in Plastiktüten verpackt) aus unserem Hotel einen kleinen Löffel mitgebracht und benutzten im Übrigen unsere Finger als Werkzeuge, um das Essen in unsere Münder zu schaufeln. Gesättigt begaben wir uns wieder auf den Heimweg.

 

Den zweiten vollen Tag in Vientiane verbrachten wir wieder mit Besuchen in verschiedenen Tempelanlagen, wobei wir mittlerweile doch schon sehr gesättigt sind, was Tempelanlagen angeht, so dass die Besuche sich inzwischen (fast nur noch) auf das Ansehen des Äußeren der Anlagen beschränkt. Auch lag die Temperatur wieder weit jenseits der Wohlfühlgrenze und die hohe Luftfeuchtigkeit machte das Laufen nicht gerade erträglicher.

Nach ausgiebigem Gammeln und Berichteschreiben im Verlauf des weiteren Tages gönnten wir uns am Abend einen großen gerillten Fisch wiederum mit sticky Reis und Gemüse. Diese Leckereien kauften wir wieder auf dem Markt, auf dem wir auch schon am Vortag unser Abendessen eingekauft hatten und vertilgten die Speisen an unserem Hostel.

Beim folgenden Abendspaziergang kamen wir an einem Frisörsalon vorbei.

Da ich mir schon seit ein paar Tagen überlegt hatte, dass ich mir mal wieder die Haare schneiden lassen sollte, nutzte ich diese Chance und ging hinein.

Ich überlegt mir beim Hereingehen noch, wie ich der Haarkünstlerin begreiflich machen könnte, wie ich meine Haare geschnitten haben wollte, als ich auch schon neben dem Spiegel eine Karte erspähte, die verschiedene Übersetzungen bezüglich des Haarschnittes darbot. Da kam auch schon die Dame, in deren Hände ich mich und meine Haare legte und fragte, ob ich die Frisur behalten wollte und sie diese nur kürzen solle.

Ich bejahte und sie legte auch schon mit einem Affenzahn und einem Bartscherer und einem Kamm los. Sie kürzte mir die Haare in einer rekordverdächtigen Zeit, entfernte noch die kürzesten Haare mit einer -frisch aufgezogenen- Rasierklinge (ich muss gestehen, dass ich, als sie die Haare an meinen Ohren mit der Klinge zurechtstutzte, schon ein wenig Angst hatte, dass ich für den günstigen Kurs, den ich zu zahlen hatte noch bluten müsste (was allerdings glücklicherweise nicht der Fall war)) und gönnte mir zum Abschluß noch eine –wenn auch kurze- Nacken- und Schultermassage. Von Anfang bis Ende der Behandlung waren ungefähr 10 Minuten vergangen und die Kosten beliefen sich auf gut 2 $. Und das Beste: es hat gar nicht wehgetan!!!

Am nächsten Tag verließen wir Vientiane, um mit dem Bus nach Vang Vieng zu reisen.

 

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