Fox Gletscher und Pancake Rocks

16.01.13 – 18.01.13

 

Unsere Reise Richtung Norden führte uns entlang der Westküste. Hier ergab es sich, dass wir sowohl den Fox als auch den Franz Josef Gletscher passierten.

Unsere Entscheidung eines Besuchs fiel auf den Fox Gletscher, vor allem aus dem Grund, weil dieser der Kleinere der beiden ist und wir somit hofften, dass dieser weniger frequentiert wäre (ob es wirklich so war können wir natürlich nicht beurteilen, da wir den Franz Josef nicht besuchten…).

So bogen wir also vom Highway ab und fuhren zum Parkplatz am Fuße des Gletschers. Hier angekommen, öffneten sich als erstes die Pforten des Himmels und das Wasser kam gleich eines Wasserfalls aus den Wolken zu uns herabgeregnet. Wir beschlossen, diesen Schauer erstmal abzuwarten, bevor wir uns auf den Weg zum Gletscher selbst begeben wollten.

Die hohe Niederschlagsmenge an diesen beiden Gletschern ist übrigens auch der Grund dafür, warum sie nicht so stark schmelzen wie andere Gletscher auf der Erde.

Glücklicherweise nahm der Regen nach ca. 20 Minuten so weit ab, dass wir es wagten uns, mit Regenjacken und Wanderschuhen bestückt, auf den 30 minütigen Fußweg zum Gletscher zu begeben. Es hat sich in jedem Fall gelohnt, sich dieses Naturwunder anzusehen. Der Gletscher ist gigantisch und obwohl man ihn nur mit einer geführten Tour selbst betreten darf, kommt man so nahe an diesen heran, dass man die von ihm ausgehende Anziehungskraft förmlich spüren kann. Ferner kann man durch die zum Gletscher laufenden Gruppen seine beeindruckende Größe erkennen.

Trockenen Fußes erreichten wir unseren Camper und fuhren noch immer voller Erfurcht weiter. Während der Fahrt fing es immer wieder an zu regnen und wir waren froh, nicht laufen zu müssen und ein Dach über dem Kopf zu haben.

Deshalb hielten wir an diesem Tag aber nicht so oft an, wie man es hätte tun können, um sich weitere interessante Plätze anzusehen.

Für die Nacht rasteten wir in Greymouth. Hier angekommen, mussten wir leider feststellen, dass wir für den Besuch der Touri-Information zehn Minuten zu spät waren. So entschieden wir uns zuerst einkaufen zu gehen, um im Anschluss zu überlegen, wo wir unsere Nacht verbringen wollten.

Kurzerhand fragte Susi vor dem Countdown (einer ortsansässigen Supermarktkette) zwei im Orange der örtlichen Behörden gekleidete Männer, ob und wenn ja, wo man hier kostenfrei campen könne. Der eine der beiden erinnerte sich, dass es auf der gegenüberliegenden Flussseite einen Stellplatz gäbe, der mit vollständig ausgerüsteten Campern (mit Toilette und Dusche) kostenfrei genutzt werden könne. Es war unser Glück diesen netten Neuseeländer getroffen zu haben, denn sonst hätten wir diese unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit mit Sicherheit nicht gefunden.

Ausgeruht fuhren wir dann am nächsten Morgen weiter gen Norden. Das Wetter machte dort weiter, wo es in der Nacht aufgehört hatte und zwar mit Regen. Unser nächstes Ziel, welches wir ansteuerten, waren die so genannten „pancake rocks“, die sich zwecks einer Erkundung auch als würdig erwiesen.

Hier hatten wir ferner das Glück, eine kurze regenfreie Periode zu erwischen. Bei den Pfannkuchen Bergen handelt es sich um eine Felsformation, die so wie Pfannkuchen geschichtet ist. Den genauen Grund für diese Anordnung kennen auch die hiesigen Geologen nicht, es wird allerdings gemutmaßt, dass diese durch Verkalkung von Sedimenten und ihrem jahrhunderte währenden Aufstieg aus dem Meer entstanden seien.

Auch dieser Stopp hatte sich also wieder gelohnt.

Eigentlich hatten wir geplant auf dem Weg nach Nelson eine weitere Nacht auf einer DOC Campsite inmitten der Berge zu verbringen. Leider war die Straße, die zu diesem Zeltplatz führte, momentan gesperrt und wir konnten sie nicht passieren. Das fanden wir beide sehr schade, denn er befand sich mitten in einem großen Waldgebiet und es war eine sich sehr interessant anhörende Wanderung von dort aus beginnend ausgeschrieben.

So entschieden wir uns weiter Kilometer zu machen und fuhren bis nach Nelson herauf. Hier angekommen, wurde uns in der Touristeninformation mitgeteilt, dass die Möglichkeit bestünde auf dem Parkplatz des „New World“ (einer weiteren neuseeländischen Supermarktkette) die Nacht zu verbringen.

So fuhren wir diesen Supermarkt an und suchten uns einen ansprechenden Parkplatz. Hier begingen wir bei dem Aussuchen des Übernachtungsplatzes allerdings einen kleinen Fehler. Wie wir gegen fünf Uhr in der Früh feststellten, hatten wir in der unmittelbaren Nähe des Rolltores geparkt, welches von den Lieferfirmen als Ladezone benutzt wurde. D. h. ab dieser Zeit wurde kräftig und leider auch lautstark gearbeitet und die LKWs nutzten den Liefereingang hinter unserem Camper, so dass unsere Nachtruhe damit passé war.

Naja, so haben wir mal wieder etwas gelernt und werden ab sofort nicht mehr in der Nähe eines Rolltores eines Supermarktes parken, sofern wir gewillt sind, bei einem solchen unsere Nacht zu verbringen.

 

Zum Fotoalbum Fox Gletscher und Pancake Rocks.

Zum nächsten Reisebericht (Motueka und Abel Tasman Nationalpark).