Lake Tekapo (sowie Lake Gregor) und Mount Cook

04.01.13 – 07.01.13

 

Wir fuhren weiter Richtung Südwesten und gelangten so zum Lake Tekapo. Hier angekommen, suchten wir als erstes den hiesigen Campingplatz auf, um zu erfahren, dass dieser ausgebucht war.

So statteten wir im Anschluss dem Informationszentrum einen Besuch ab, wo uns ein sehr netter Mann zum einen zwei Zeltplätze in der Nähe empfahl und wir zusätzlich etwas über die Aktivitäten in der Umgebung erfuhren.

So liefen wir als erstes zum See. Dieser weist eine türkisblaue Farbe auf, die ihresgleichen sucht. Er bekommt diese Färbung durch Mineralien, die aus dem Gebirgsgestein ausgewaschen werden und durch die den See speisenden Gebirgsbäche in denselbigen gelangen. Die Farbe ist wirklich sehr schön anzuschauen. Nachteil ist allerdings, dass der See durch die Gebirgsbäche eine recht frische Temperatur erhält, um nicht zu sagen, der See war SAUKALT!!!

Nachdem wir also die Wassertemperatur geprüft hatten, besuchten wir eins der meist fotografierten Gebäude Neuseelands. Hierbei handelt es sich um die Kirche von Tekapo, die in unmittelbarer Nähe des Sees erbaut wurde und aufgrund dieser Lage von vielen Heiratswilligen zwecks Eheschließung ausgesucht wird, so dass hier jeden Tag Trauerfeiern…. äääähhhh ich meine natürlich Trauungen abgehalten werden. Auch wird diese von Besuchern so frequentiert, dass es mir (fast) unmöglich war, sie ohne Mitmenschen abzulichten.

Zusätzlich befindet sich nicht unweit der Kirche eine Hundestatue, mit der die Neuseeländer ihrer Wertschätzung bezüglich dieser Tiere Ausdruck verleihen. Denn ohne ihre Begleiter wäre die Arbeit auf den weiten Weiden nicht möglich.

Anschließend fuhren wir die angegebenen Zeltplätze an, um uns einen Ort für die Nacht zu suchen. Der erste Platz war so schäbig, dass ich hier kein weiteres Wort über diesen verlieren möchte. Bei dem zweiten, der an dem in der Nähe gelegenen Lake Gregor lag, hatten wir bezüglich der Schönheit der Lagerstätte und des Platzangebotes mehr Glück.

Wir suchten uns hier ein schönes Stückchen Land und anschließend einen Verantwortlichen, dem wir die Miete für die Nacht bezahlen konnten. Bei dem Verantwortlichen handelte es sich um einen älteren Herrn, der sehr redselig war und uns so etliche Zusatzinformationen bezüglich der Umgebung sowie von Aktivitäten im Umkreis zukommen ließ. Auch erklärte er uns, dass man ohne Angst im See schwimmen könnte (es bestand also nicht die Gefahr von irgendwelchen giftigen Tieren im Wasser angefallen zu werden) und teilte uns auf unser Nachfragen sogar noch die aktuelle Wassertemperatur (19,9 °C) mit. Diese ermittelte er mittels seines digitalen Thermometers mit Temperatursensor, welches er extra aus seinem Wohnwagen geholt hatte.

Nachdem wir auch durch das Hereinhalten unserer Hände festgestellt hatten, dass der See wahrlich warm genug war, um darin schwimmen zu können, machten wir uns zuerst an die Umrundung desselbigen. Dieses nahm eine gute Stunde in Anspruch und wir konnten währenddessen noch einen schwarzen Schwan mit seinen vier Jungen bewundern sowie einen schönen Blick auf den Mount John mit seiner auf der Spitze befindlichen Sternwarte erhaschen. Als wir anschließend in den See sprangen, hatte sich dieser leider schon wieder ein wenig abgekühlt, war aber glücklicherweise noch warm genug, so dass wir uns keine Erfrierungen zuzogen.

Am folgenden Morgen begaben wir uns nach einer Stärkung an den Aufstieg des Mount John. Es ging einige Hundert Meter bergauf, währenddessen wir den ein oder anderen Mitstreiter bei der Erklimmung des Gipfels hinter uns lassen konnten. Zuerst wurde der Weg noch von Bäumen (hauptsächlich Tannen) gesäumt, bevor man auf den letzten Metern keinen Sonnenschutz mehr hatte. So kam man schon ein bisschen ins Schwitzen, vor allem aus dem Grund, weil die Sonne uns wieder mit ihrer Anwesenheit beglückte. Oben angekommen umrundeten wir den Berg und hatten eine fantastische Aussicht auf die Umgebung.

Nach dieser sportlichen Aktivität setzten wir uns wieder ins Auto und gondelten zum Lake Oreaki, wo wir uns mal wieder einen Campingplatz mit Stromversorgung gönnten, um unsere technischen Geräte wie z. B. Netbook und Digitalkamera aufzuladen. Auch konnten wir so unsere Gasflasche schonen, da wir den Kühlschrank nun über das Stromnetz versorgen konnten.

Der Campingplatz hatte einen unmittelbaren Zugang zum See, den wir nach Erledigen der Wäsche (auch das war mal wieder nötig geworden, wollten wir nicht weiter unsere Hosen im Wohnmobil in die Ecke stellen –und dort hätten sie sonst STEHEN bleiben können…) zu Fuß erkundeten. Am See angekommen, kam Susi auf die glorreiche Idee am Ufer ein wenig entlang zu laufen. Hierbei mussten wir das ein oder andere Bächlein, welche aus den Bergen den See speisten, überqueren.

Die meisten dieser Rinnsale waren auch solche, sprich sie waren nur wenige Zentimeter breit und somit einfach und sicher zu überschreiten. Nun kamen wir aber auch an einen etwas breiteren Flusslauf, den Susi mit einem eleganten Sprung zu passieren versuchte. Nun war leider der Weitsprung nicht Susis Paradedisziplin in der Schule… Ihr wisst was jetzt kommt…

Der Sprung geriet Susi ein wenig zu kurz und sie landete SEHR elegant IM Wasser. Glücklicherweise hatte ich meine Kamera zur Hand und konnte dieses kleine Malheur bildlich festhalten, so dass ihr es in der Fotogalerie bewundern könnt. Wir beide (vor allem aber Susi) amüsierten uns köstlich! Eigentlich lachten wir so sehr, dass mit beinahe meine Kamera in ein Bächlein gefallen wäre. Gott sei Dank war es ausgerechnet an diesem Abend so warm, dass Susi keine kalten Füße bekam.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter auf eine Campsite am Fuße des Mount Cook. Von hieraus marschierten wir zuerst innerhalb einer dreistündigen Wanderung im Hooker Valley zu einem Gletschersee. Die Sonne lachte die gesamte Zeit von einem mit wenigen Wolken verzierten Himmel und unser Außenfühler am Auto zeigte bereits morgens um 10 Uhr schon 30 °C an.

Da aber die gesamte Wanderung über eine frische Brise wehte, war es sehr gut auszuhalten und das Marschieren hat uns beiden sehr viel Spaß bereitet. So ruhten wir uns nach dem ersten Teil der Wanderung ein wenig aus, bevor wir zum Kea Aussichtspunkt spazierten, was noch mal einen Fußweg von 1 ½ Stunden bedeutete. Bei der Spezies der Kea handelt es sich übrigens um eine seltene neuseeländische Papageienart, die wir jedoch zu unserem Bedauern leider nicht zu Gesicht bekamen. Nichtsdestotrotz hat sich der Ausflug mit der körperlichen Betätigung sehr gelohnt.

Des Nachts fing es dann an stürmisch zu werden und auch am Morgen beruhigte sich der Wind nicht wesentlich (das ein oder andere Zelt kam an unserem Camper vorbeigeflogen), so dass wir die eigentlich von uns für diesen Tag angedachte Wanderung (Sealy Tarns Track) nicht absolvierten. Stattdessen begaben wir uns schon früher auf den Weg Richtung Dunedin.

 

Zum Fotoalbum Lake Tekapo (sowie Lake Gregor) und Mount Cook.

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