Rarotonga 

oder

eine Woche Entspannung

09.02.13 – 16.02.13

 

Von Auckland flogen wir auf die Pazifikinsel Rarotonga, die größte der Cookinseln. Hierbei überschritten wir die Datumsgrenze, so dass uns ein Tag im Leben geschenkt wurde. Soll heißen, dass wir am 10.02. in Auckland starteten und am 09.02. auf Rarotonga ankamen.

Wir landeten um 22.30 Uhr auf der Insel und wurden dort von dem Besitzer unserer kleinen Ferienwohnanlage namens „Kuras Kabanas“ (die 11 km vom Flughafen entfernt lag) in Empfang genommen. Traditionellerweise bekam jeder von uns beim Betreten der Insel eine Blumenkette (aus echten Blumen) um den Hals gehängt.

Die Fahrt zu unserer Residenz dauerte ca. eine halbe Stunde. Als wir dort waren, wurde uns unsere Unterkunft gezeigt und nachdem wir ein paar Dinge ausgepackt hatten, legten wir uns auf das bequeme Bett und fielen schnell in einen erholsamen Schlaf.

Wir träumten von weißen Sandstränden, gesäumt mit mannshohen Palmen und smaragdfarbenem, türkisblauem Wasser… Und am nächsten Morgen stellten wir fest, dass unsere Träume wahr wurden. Unsere kleine Hütte stand in unmittelbarer Nähe zur Lagune, die angefüllt war mit traumhaftem Wasser (sowohl bezüglich der Temperatur als auch der unglaublichen Farbe).

Bedingt durch die Gezeiten, die hier herrschen, führte die Lagune Wasser, dessen Tide zwischen fast keinem Wasser, so dass man die vorgelagerten Inseln trockenen Fußes erreichen konnte, bis hin zu so viel Wasser, dass (fast) kein Strand mehr zu sehen war, schwankten. Bei Flut konnte man aber die im Mietpreis der Hütte enthaltenen Kajaks benutzen, um die Inselgruppe zu erreichen, um dort ungestört die Sonne zu genießen.

Bevor wir allerdings die Kajaks zum ersten Mal ausprobieren konnten, hieß es einzukaufen, damit wir uns versorgen konnten. Denn in der kleinen Ferienanlage gab es nur Selbstversorgungsbungalows und ein Restaurant war nicht angeschlossen.

So entschieden wir, uns zuerst Richtung Süden (also in entgegengesetzter Richtung zur Hauptstadt Avarua) zu orientieren. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir auch schon den ersten kleinen „Ein-Mann“- Supermarkt, der allerdings so gesalzene Preise hatte, dass wir hier nur Reis und eine Soße einkauften und dann weiterzogen. Auch der nächste, von einem fleißigen Chinesen geleitete Shop, in dem es die Dinge des alltäglichen Gebrauchs zu erstehen gab, hatte zwar gering niedrigere Preise, die aber immer noch über denen lagen, die wir von unseren letzten Reiseländern gewohnt waren.

Nachdem uns eine Einheimische mitgeteilt hatte, dass es einen größeren Supermarkt ca. 6 km nördlich gäbe, beschlossen wir nicht weiter in den kleineren Shops einzukaufen, sondern diesen Supermarkt aufzusuchen, um dort die Lebensmittel zu erstehen.

Gesagt, getan, legten wir die bereits eingekauften Dinge in unserer Wohnung ab und begaben uns per pedes nach Norden. Mittlerweile war es Mittag geworden, so dass die Sonne unbarmherzig vom fast wolkenlosen Himmel brannte. Den wenigen Schatten, den die Palmen und Bäume boten nutzend, schleppten wir uns zum Einkaufen. Der Weg wurde immer länger und länger und wir befürchteten, dass wir gar nicht mehr ankommen würden. Auch hatten wir leider nicht daran gedacht, etwas zu trinken einzupacken. Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen wir aber doch ein Licht am Ende des Tunnels, sprich der Supermarkt kam in unser Sichtfeld.

Hier angekommen, stellten wir jedoch fest, dass die Preise nur marginal niedriger waren als in den Läden, die wir vorher aufgesucht hatten. So packten wir unseren Einkaufskorb voll, so dass wir uns die Woche selbst versorgen konnten.

Da wir den Rückweg mit der voll gestopften und somit schweren Tasche nicht auch noch zu Fuß zurücklegen wollten, entschieden wir uns, da der Bus nicht kam, per Anhalter nach Hause zu fahren. Es dauerte eine geraume Zeit, bis eine nette Dame anhielt und uns mitnahm. Diese zeigte uns noch einen Fischimbiss, der zum einen verhältnismäßig günstig war und zudem sehr leckeres Essen servierte (diesen suchten wir während unseres Aufenthaltes auf Rarotonga zweimal auf) und eine Verkaufsfläche, auf der am Donnerstag ein Markt stattfinden sollte (was aber leider nicht der Fall war…) bevor sie uns am Kuras Kabanas absetzte.

Den Rest des Tages paddelten wir ein bisschen mit den Kajaks durch die Lagune und schwammen bzw. ließen uns im badewannenwarmen Wasser treiben.

Auch die meiste Zeit relaxten wir am Strand, suchten mit den Kajaks die Inselchen auf oder gingen am Strand entlang spazieren.

Für zwei Tage mieteten wir uns Mountainbikes an, mit denen wir die Insel erkundeten. Am zweiten Tag der Anmietung umrundeten wir mit diesen Drahteseln die Insel und legten dabei 32 km hinter uns. Als wir am Morgen los fuhren, war der Himmel bedeckt und wir vermuteten schon, dass es anfangen würde zu regnen. Das Wetter blieb jedoch stabil und nachdem wir die Hälfte der Insel umrundet hatten, kam auch noch die Sonne heraus. Unseres Erachtens nach hätte sie ruhig bis zum Ende unserer Fahrradtour noch hinter Wolken versteckt bleiben können, denn es wurde immer schwüler und heißer, so dass die Tour gegen Ende zur Tortour wurde. Als wir endlich wieder „heimische“ Gefilde erreichten und uns im Schatten und Wasser abkühlen konnten, waren wir heilfroh.

Die gesamte Woche auf Rarotonga war uns der Wettergott wohl gesonnen, denn es war traumhaftes Wetter. Vor allem nachdem wir an unserem vorletzten Abend mit dem Besitzer des Kuras Kabanas gesprochen hatten und er uns mitteilte, dass wir in der Regen- und Hurrikanzeit auf der Insel gewesen seien und es in dieser Zeit gerne mal eine Woche lang durchregnen kann oder der ein oder andere Wirbelsturm über die Insel fegt, wussten wir, was für ein Glück wir hatten…

Nicht unerwähnt sollte noch bleiben, dass wir während unseres Aufenthaltes einen Hauskater hatten und ein Haushund vor unserer Terrasse der uns des Nachts bewachte, so dass nichts passieren konnte. Bei der Hauskatze handelte es sich um einen weiß-roten Kater, der eigentlich zur Nachbaranlage gehörte, aber die meiste Zeit des Tages und auch der Nacht bei uns weilte, bekam er doch hier die Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, die er wohl in der anderen Anlage vermisste. Allein fürs Fressen begab er sich nach Hause, um kurze Zeit später wieder bei uns zu sein und die Zeit mit uns zu genießen.

An dieser Stelle möchte ich auch noch ein Dankeschön an unsere Organisatorin Anja aussprechen, die uns empfahl nach Neuseeland eine Woche auf Rarotonga zu entspannen. Denn genau das konnten wir hier richtig gut und sammelten wieder neue Kraft, um den letzten Teil unserer Weltreise, Costa Rica, anzugehen.

 

Zum Fotoalbum Rarotonga.

Zum nächsten Reisebericht (Costa Rica - San José und PachaMama).